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23.05.2017 22:25 Alter: 181 days
Kategorie: Chrischona Gemeinschaftswerk Deutschland
Von: Matthias Schmidt, Gemeinschaftspastor Bezirk Mücke

„Neues Herz und neuer Geist“

Pilgern auf dem Lutherweg mit der Jahreslosung 2017


Pilgern auf dem Lutherweg Bild: Jutta Schütt-Frank

Auf Schusters Rappen ging es miteinander und mit Gott auf den „Lutherweg 1521“. In diesem Jahr feiern wir 500 Jahre Reformation. Anlass genug dafür, dass Menschen der Evangelischen Kirchengemeinde Sellnrod und der Evangelischen Chrischona-Gemeinde im Bezirk Mücke in diesem Rahmen dazu eingeladen haben, am 6. Mai 2017 gemeinsamen auf dem Lutherweg zu pilgern. Etwa 25 Personen aus Sellnrod und Umgebung sind dieser Einladung gefolgt. Eine bunte Gruppe mit Menschen aus verschiedenen Hintergründen und Dörfern ist zusammengekommen, um zusammen in Ruppertenrod in der Ev. Kirche mit einem Pilgersegen zu beginnen und dann den Weg über Ilsdorf und Flensungen zu nehmen, um schließlich in Grünberg am Ziel anzukommen. Als fachkundige Pilgerleiterin fungierte Birgit Kurmis, die für das Pilgern auf dem Lutherweg extra ausgebildet ist.

Für die 16 km Fußweg wurden nicht nur feste Wanderschuhe, sondern auch ein guter Sonnenschutz und ausreichend Wasser benötigt. Denn das Wetter war grandios gut. Das Mittagessen wurde durch ein Mitbring-Buffet gestaltet. Alle Pilger waren dazu eingeladen, Fingerfood einzupacken. Aus den mitgebrachten Speisen – ob süß oder herzhaft – wurde dann mittags im Ev. Gemeindehaus in Flensungen ein reichhaltiges Buffet für alle. Das war auch ein Bild für den Tag: Jeder hat etwas beigetragen und wir haben uns gegenseitig bereichert. Miteinander haben wir an diesem Tag einige Stunden verbracht. Das Wandern hat entschleunigt und auf der anderen Seite Zeit gegeben, um mit bekannten und unbekannten Personen ins Gespräch zu kommen und Leben zu teilen.

Pilgern bedeutet, unterwegs zu sein und sich von Gott bewegen lassen. Als Thema stand über diesem Pilgertag das Bibelwort der Jahreslosung aus Hesekiel 36,26: „Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ So gab es nicht nur in den Kirchen unterwegs, sondern auch auf dem Weg immer wieder Stationen und Impulse zum Innehalten und Einkehren. Zwei Mal wurde für etwa 10 Minuten schweigend gepilgert – besondere Zeiten, in denen sich Impulse setzen konnten, und die dazu einluden, Gott zu begegnen.

Gegen 16:30 Uhr endete der Pilgertag. Sichtlich erschöpft und doch beschenkt und bereichert traten alle ihren Heimweg an. „Das ist es wert zu wiederholen!“, hörte man hier und dort. Aber jetzt erst mal: Füße hoch und ausruhen. J