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30.09.2017 21:50 Alter: 23 days
Kategorie: Gemeinden
Von: Nina Heuß

Martin Pöhler ist neuer Pastor der Mainzer Stadtmission

Neunmonatige Vakanz endet mit Festgottesdienst


Bild: Philipp Kuhn

Bild: Philipp Kuhn

Bild: Philipp Kuhn

Bereits der Gesang des Projekt-Gospelchores, der sich eigens zu diesem Anlass gebildet hatte, ließ erahnen, mit wieviel Freude und Herzblut die Gemeinde den neuen Mann an der Spitze empfängt: am 24. September wurde Martin Pöhler als Gemeindepastor der Öffnet externen Link in neuem FensterMainzer Stadtmission in sein Amt eingeführt. Damit endet für die Gemeinde eine neunmonatige Vakanz. Martin Pöhler tritt nun die Nachfolge von dem im November 2016 in Ruhestand verabschiedeten Walter Stingel an, der dieses Amt zuvor über 18 Jahre lang innehatte.

„Anfangs standen wir als Gemeinde vor einer großen Herausforderung und wussten nicht, ob und wie wir diese Aufgabe meistern werden“, weiß der Gemeindeleiter Bernd Erdmann zu berichten. Es scheint, als habe dies ungeahnte Potentiale freigesetzt: zahlreiche Gastprediger und Mitglieder der eigenen Gemeinde – Theologen und Laien – haben Predigtdienst und Verwaltungsaufgaben übernommen. Nicht zuletzt wurde in unzähligen Arbeitsstunden das Gebäude der Mainzer Stadtmission (Am Kronberger Hof) umgebaut, um ausreichend Platz für die neue Wohnung von Martin Pöhler, seine Frau und die Kinder im Alter von 4 und 6 Jahren zu bieten. „Das hat uns als Gemeinde richtig zusammengeschweißt.“

Da die Öffnet externen Link in neuem FensterMainzer Stadtmission als selbständige Gemeinde innerhalb der evangelischen Landeskirche organisatorisch an das Schweizer Missionswerk „Chrischona International“ angeschlossen ist und nur geringe Zuschüsse aus der Kirchensteuer erhält, lebt sie vom ehrenamtlichen Engagement, sowie freiwilligen Spenden und Beiträgen der Mitglieder.

Die Einsegnung übernahm Jos Tromp, Regionalleiter des Chrischona Gemeinschaftswerk Deutschland. In seiner Rede warnte er den 35-Jährigen Martin Pöhler, der zuvor in der Gemeinde Altheim bei Ulm tätig war, dass man den Mainzern „historisch bedingt eine spöttisch-nüchterne Mentalität“ nachsage. Er beruhigte sogleich jedoch, dass er dieses bodenständige Volk für seine ausgesprochen positive und lebensbejahende Art sehr zu schätzen gelernt habe. Die Aufgabe von Martin Pöhler beschrieb er als die eines Hirten, der seine Herde in beiderseitigem Respekt und Vertrauen führen soll. Dabei ermahnte er, sich nicht an gegenseiteigen Erwartungen, sondern gemeinsam am Leitbild Jesu Christi zu orientieren.

Weitere Ehrengäste waren Dekan Andreas Klodt (EKHN), Andreas Ullner als Repräsentant der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) und Thomas Acker, der als Vertreter der Evangelischen Allianz erschienen war. Alle sprachen dem neuen Gemeindepastor ihren Glückwunsch aus und betonten die gute Zusammenarbeit.

„Gemeinsam zu Wachsen - einerseits in der Zahlengröße, aber vielmehr noch auf einer geistigen Ebene…“,  beantwortet Martin Pöhler die Frage, welches Ziel er sich für sein Amt gesetzt hat. „Die Zusammenarbeit mit der Vielzahl an Gemeinden hier in Mainz bietet zusätzlich ein enormes Potential.“ In der Tat wächst die Mitgliederzahl der Mainzer Stadtmission seit Jahren stetig, was eine Ausweitung der Angebote für alle Altersklassen und den Bedarf an baulichen Anpassungen mit sich bringt. Auch privat hat Martin Pöhler die Weichen auf Wachstum gestellt: seine Frau Ann-Christin erwartet im Dezember das dritte gemeinsame Kind.
Die Mainzer Stadtmission hat so allen Grund, hoffnungsvoll in die Zukunft mit ihrem „neuen Hirten“ zu blicken. Neugierige sind herzlich eingeladen, die Gemeinde kennenzulernen. Informationen zur Mainzer Stadtmission und deren Veranstaltungsangebot finden sich unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.mainzer-stadtmission.de.