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05.09.2017 19:57 Alter: 17 days
Kategorie: Gemeinden
Von: Matthias Schmidt, Gemeinschaftspastor Bezirk Mücke

Luther-Fieber in Ober-Ohmen

Anno 1517: Martin trifft Ober-Ohmen – 500 Jahre Reformation


Pilgerwanderung auf dem Lutherweg, die in der Ev. Kirche mit dem Pilgersegen ihren Anfang nahm

Interview mit den 4 Interview-Partner

Ober-Ohmen. Am 19. und 20. August 2017 stand ganz Ober-Ohmen im Zeichen Martin Luthers, der dort auf verschiedenste Art und Weise zu erleben war. Alles begann um 13:30 Uhr mit einer Pilgerwanderung auf dem Lutherweg, die in der Ev. Kirche mit dem Pilgersegen ihren Anfang nahm. Über 80 Teilnehmer begaben sich daraufhin mit einer ausgebildeten Pilgerführerin auf Schusters Rappen zu einem wunderschönen Ausblick oberhalb von Ober-Ohmen. Zeiten des Schweigens waren Teil der Pilgerreise. Den Abschluss erlebte die große Pilgergruppe erneut in der Ev. Kirche in Ober-Ohmen, um die herum bereits seit 15 Uhr ein buntes Markttreiben begonnen hatte: Kaffee und Kuchen wurden feilgeboten, ein Schmied beschlug vor den Augen der interessierten Zuschauer ein Pferd, zahlreiche Spiel- und Bastelangebote sowie das Kinderschminken luden ein; viele Mitarbeiter trugen mittelalterliche Gewänder. Auch bei den Spiel- und Bastelaktionen wurde auf klassisches Material geachtet: Nadelfilzen, Ringwerfen, Sackhüpfen und unzählige Holzklötze passten zum Motto „Anno 1517“. Für die Erwachsenen stand ein kreativ gestalteter Besinnungspfad um und in der Kirche bereit, sowie gleich zwei Mal das Luther-Lieder-Singen mit Vikar Jörg Niesner im mittelalterlichen Turm der Kirche, dem ältesten Gebäude Ober-Ohmens. Jugendliche lösten im Luther-Live-Escape-Room Rätsel rund um das Thema der Reformation.

Um 18 Uhr Eröffnete Gemeindepädagoge Denny Buhle das Bühnenprogramm, untermalt von festlichen Klängen des Chrischona Posaunenchors aus Unter-Seibertenrod. Bühnenreif wurden dann die 95 Thesen von Luther an eine Tür geschlagen – woraus sich das Gespräch Martin Luthers mit einem Menschen aus dem Jahr 2017 ergab. So machte Luther beispielsweise seine Erfahrung mit Handys als Navigationsgeräten und der Werbung im Fernsehen. Die Theaterszenen verdeutlichten die vier Eckpunkten der Reformation: Gnade, Glaube, Bibel, Christus

Musikalisch wurde der Abend weiterhin vom Gesangverein Ober-Ohmen gestaltet. Peter Horst,  Sellnrod, lud mit Mundart-Liedern der Gruppe Fäägmeel zum Mitsingen ein, ganz nach dem Motto: „dem Volk aufs Maul geschaut“.Abgerundet wurde der Abend mit dem Luther-Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“.

Sonntagmorgen startete der gemeinsame Gottesdienst zum Thema „Martin trifft Ober-Ohmen“ in der Ev. Kirche. Gemeinschaftspastor Schmidt, Pfarrer Witznick und Vikar Niesner griffen 3 Wendepunkte im Leben Martin Luthers szenisch auf:

1517: Luthers Auseinandersetzung mit dem Ablasshandel

1521: Luther vor Kaiser und Reichstag

Luther auf der Wartburg und seine Bibelübersetzung

 

Veranstaltet wurde das Luther-Wochenende von der Ev. Kirchengemeinde Ober-Ohmen, der Ev. Chrischona-Gemeinde Bezirk Mücke und zahlreichen Vereinen des Ortes. Der Erlös des Wochenendes – so der Wunsch aller Beteiligten – sollte nicht den eigenen Kassen, sondern anderen zugutekommen. So soll das Backhaus in Ober-Ohmen renoviert werden und die andere Hälfte geht an ein Bildungsprojekt in Kambodscha, OMF.