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23.04.2016 22:30 Alter: 2 yrs
Kategorie: Chrischona Gemeinschaftswerk Deutschland
Von: Michael Groß

Im Gespräch mit dem neuen Geschäftsführer

Die ersten 100 Tage


Das Chrischona Gemeinschaftswerk Deutschland (CGW) hat seit Januar einen neuen Geschäftsführer: Bodo Assmus hat seine Arbeit in der Geschäftsstelle in Gießen aufgenommen. Zuvor war er Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses in Alsfeld. Welches sind seine Aufgaben und wie waren seine ersten Wochen?

Interview: Michael Gross


Chrischona-Panorama: Herr Assmus, was hat Sie zu dem Wechsel vom Krankenhaus in die Geschäftsstelle des CGW bewogen?
Bodo Assmus: Neben meiner hauptamtlichen Tätigkeit im Sozial- und Gesundheitswesen war ich immer schon kirchlich engagiert und ehrenamtlich in christlichen Vereinen tätig. Daher konnte ich mir gut vorstellen, einmal Vollzeit in diesem Bereich zu arbeiten. Im Laufe des Berufungsverfahrens habe ich auch Einblick in die aktuellen Herausforderungen des CGW erhalten, und dies hatte mich zusätzlich für diese Aufgabe motiviert. Gerne möchte ich meinen Beitrag leisten, damit diese Herausforderungen gemeistert werden und wir weiterhin einen Rahmen bilden, in dem sich Gemeinde entwickeln und wachsen kann.

Ist Chrischona Neuland für Sie?
Chrischona als Verband ist in der Tat Neuland für mich. In Alsfeld hatten wir uns jedoch der Evangelischen Stadtmission angeschlossen, und so gab es bereits einen Bezug zum Chrischona Gemeinschaftswerk Deutschland.

Welches sind Ihre Aufgaben als Geschäftsführer des CGW?
Als Geschäftsführer trage ich die Personalverantwortung für die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle in Gießen. Ich bin zuständig für die finanzrechtlichen Fragestellungen und dadurch Ansprechpartner für Banken, Behörden und Geschäftspartner. Mein Ziel ist es, eine langfristige Finanzierung aufzubauen und notwendige Strukturveränderungen einzuleiten. Mit ersten Darlehensgebern gab es bereits hoffnungsvolle Gespräche. Mit der Geschäftsführung im CGW ist auch die Geschäftsführung in der Unterstützungseinrichtung zur betrieblichen Altersvorsorge der Pastoren sowie der Stiftung verbunden – ergänzt um Vorstands- und Beiratstätigkeiten in weiteren Arbeitszweigen. Der Chrischona-Verband ist sehr vielseitig. Jetzt am Anfang verwende ich viel Zeit darauf, Chrischona mit all seinen Facetten und Bereichen kennenzulernen.

In Ihren ersten Wochen im CGW hatten Sie sicher schon Gelegenheit, Chrischona kennenzulernen.
Ja, es fing sehr schön mit den Neujahrsempfängen an. So konnte ich in kurzer Zeit bereits viele hauptamtliche Mitarbeiter kennenlernen. Es folgten jeweils die ersten Sitzungen in den zahlreichen Gremien. Überall wurde ich sehr freundlich aufgenommen. Durch die erste Komiteesitzung von Chrischona International habe ich Einblick in die neugestaltete und attraktive tsc-Ausbildung sowie die Entwicklungen in der Schweiz und Frankreich nehmen dürfen.

Gemeindeentwicklung interessiert Sie. Wo schlägt Ihr Herz bei dem Thema?
Gemeinden sollen vor Ort eine Rolle spielen, relevant für die Gesellschaft werden. Ich finde es klasse, dass etwa «Fresh X» bei Chrischona einen grossen Raum einnimmt. Bei Fragen von Gemeindeentwicklung bin ich als Geschäftsführer nicht primär gefragt, werde mich aber durch die intensive Zusammenarbeit im Leitungskreis auch damit beschäftigen können. Auch im Gemeindebereich kann man gut voneinander lernen. Und es gilt im Sinne von «best practise» Initiativen bekannt zu machen und zu fördern.

Vielen Dank für das Gespräch. //



Zur Person
Aus Südbaden über Nordrhein-Westfalen nach Hessen. Das sind die bisherigen Stationen von Bodo Assmus. Der 54-Jährige stammt aus Heitersheim in der Nähe von Freiburg. In Freiburg studierte er Sozialarbeit. Danach arbeitete er zehn Jahre in einem christlichen Altersheim in Baden-Baden – und studierte noch BWL. Weil er merkte, dass betriebswirtschaftliche Kenntnisse erforderlich sind, wenn man eine Einrichtung leiten und voranbringen will. Danach übernahm er in Solingen die Leitung eines Seniorenzentrums mit vier Altenheimen, wurde Verwaltungsleiter in einem Krankenhaus und kam schliesslich 2011 nach Hessen: zunächst als Geschäftsführer des Alsfelder Kreiskrankenhauses, jetzt als Geschäftsführer des CGW. Er ist verheiratet mit Corinna, sie haben drei erwachsene Kinder. Sie gehören der Evangelischen Stadtmission in Alsfeld an.
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