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29.10.2017 06:42 Alter: 25 days
Kategorie: Chrischona Gemeinschaftswerk Deutschland
Von: Ursula Lenhardt

FREIRAUM unter neuer Leitung

Stabwechsel an der Spitze der Beratungsstelle


Stabwechsel per Handschlag

Fachwerkhaus am Flensunger Hof

Team 1997

Feierlicher Stabwechsel

„Deine Liebe zu den Menschen und zu Gott zeichnen dich aus, Papa; aber auch deine Intuition, Menschen dort zu begegnen, wo sie gerade stehen, sowie deine Loyalität und Treue,“ sagte Darius Kuhl, und Wieland Müller, 1. Vorsitzender vom Chrischona-Gemeinschaftswerk e.V. Deutschland (CGW), ergänzte: „Ich erlebe dich als Kenner der Gemeinde, Förderer der Jugend, den Menschen zugewandt, Vorbild in der Nachfolge Jesu, schwer loslassend, rat gebend, musikalisch, tapfer.“

Die Rede ist von Bernhard Kuhl, der nach 35 Dienstjahren im CGW, zuletzt als Leiter der psychosozialen Beratungsstelle Öffnet externen Link in neuem FensterFREIRAUM in Mücke-Flensungen, in den Ruhestand verabschiedet wurde. Nach seiner Ordination am Öffnet externen Link in neuem FensterTheologischen Seminar St. Chrischona führte sein Weg ihn zunächst in die Stadtmission Oppenheim, dann in die Chrischona-Gemeinde Alheim-Mörshausen und die Stadtmission Saarbrücken-Burbach. 1992 zog er mit seiner Familie nach Mücke, wohin er als Bundeswart der Chrischona-Jugend berufen worden war. Nach seiner Ausbildung zum Lebens- und Eheberater (DAJEB) begann er 1997 seine vollzeitliche Mitarbeit in der Beratungsstelle, deren Leitung er 2002 von Heinrich Kaufmann übernahm.

Zahlreiche Gäste von Nah und Fern waren der Einladung zum „Stabwechsel“ am 15.10.2017 nach Mücke gefolgt, darunter ehemalige und aktuelle Team-Mitglieder, Kollegen, Wegbegleiter, Familie und Freunde. Bodo Assmus, CGW-Geschäftsführer, begrüßte sie und führte durch das Programm, das mit einem schwungvollen Musikstück der Bläser und einem stärkendem Kaffeetrinken begann.

Er habe sich diesen Tag anders vorgestellt, meinte Bernhard Kuhl. Mit 61 Jahren hätte er normalerweise nicht an den Ruhestand gedacht, doch seine schwere Erkrankung, die 2011 ausbrach und auch dazu führte, dass die damals bereits beschlossene Schließung der Beratungsstelle wieder rückgängig gemacht wurde, habe ihm letztlich keine andere Wahl gelassen.

In seinem Rückblick beleuchtete er den Werdegang der Beratungsstelle. Sie begann 1986 im Dienstbüro von Heinrich Kaufmann als „Christliche Beratungsstelle“, bis man 1994 im frisch renovierten Fachwerkhaus am Flensunger Hof geeignete Räume bezog. Lagen die Beratungsschwerpunkte damals eher im Bereich der Bewältigung von Lebenskrisen, Depressionen und Ängsten, veränderten sie sich mit der Zeit zur Klärung von Beziehungsfragen, Eheberatung, Lebensstilanalysen, Sexualproblemen bei Männern, Erziehungsfragen usw. Außerdem wurden von Anfang an Seminare, Vorträge, Schulungen in Gemeinden und darüber hinaus angeboten. Eine wechselnde Gruppe von multiprofessionellen Mitarbeitern mit verschiedensten therapeutischen Ausbildungen und Schwerpunkten ergänzt den Dienst des sogenannten Kernteams bis heute. Mit einem Namenswechsel wurde 2014 aus „Christliche Beratungsstelle“ die psychosoziale Beratungsstelle FREIRAUM.

Nach der feierlichen Entpflichtung von Bernhard Kuhl segnete Wieland Müller dessen Nachfolger Günther Kress als neuen Leiter der Beratungsstelle ein. In seinem Ausblick führte dieser dann aus, dass man zukünftig die bereits begonnene Netzwerkarbeit verstärken wolle, um voneinander zu lernen und regionale Kooperationen so zu fördern, dass Ratsuchende, Beratungsstellen und Gemeinden gleichermaßen davon profitieren.

Mit berührenden Klängen umrahmten ein Bläserensemble unter Leitung von Michael Schmidt und ein kleiner Projektchor unter Leitung von Christoph Roth die Feier musikalisch. Passend zum Motto des Tages sang der Chor das von Martin Schlue gedichtete Lied:

 

Psycho-Krise, Depression, Ehestreit-Disput,

wir vom FREIRAUM kennen das, machen andern Mut!

Zuhören und Empathie, liegen uns im Blut,

helfen, fördern, ratschlagen, das tut allen gut!

 

Jeden Tag, jede Nacht, sind wir für euch da!

Im FREIRAUM werden (T)Räume frei, ja das ist wohl wahr.

Kümmern uns um Seelenstress, heut in unsrer Zeit,

erst mit Bernhard – jetzt mit Kress – wir sind stets bereit!

 

Danke euch vom FREIRAUM-Team, danke für die Zeit,

dass ihr so manchen Menschen wohl Flügel hier verleiht.

Adler, Frankl, Kress und Kuhl, ihr habt’s echt voll drauf.

FREIRAUM bleibt auch weiter cool, Gott hört niemals auf.

 

 

http://www.alsfelder-allgemeine.de/regional/vogelsbergkreis/art74,333067