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19.11.2017 19:50 Alter: 21 days
Kategorie: Gemeinden
Von: Christa Kümmel, Stefanie Meerbott

"Die evangelische Nonne"

Eine Ära geht zu Ende


In einem feierlichen Gottesdienst wurde Schwester Regina Huber verabschiedet. Ein Grußwort von dem Chrischona-Gemeinschaftswerk überbrachte Wieland Müller.

Am Sonntag, den 12.11.2017 wurde Schwester Regina Huber in einem feierlichen Gottesdienst verabschiedet. 3 ½ Jahre unterstützte die Lörracher Diakonisse die Stadtmission und das dazugehörige basecamp in Prenzlau. Durch ihren diakonisch-missionarischen Lebensstil hatte sie in besonderer Weise die Gemeinde tatkräftig unterstützt.

Festliche Verabschiedung

Außer der Gemeinde waren Gäste und Freunde aus nah und fern angereist, um sie zu verabschieden. Dazu gehörten auch die Oberin des DMH, Sr. Ursula Seebach, der Geschäftsführer Joachim Rastert und der 1.Vorsitzende des CGW in Gießen, Wieland Müller. Eine besondere Freude war für Sr. Regina, dass ein Bläserensemble aus der Region den musikalischen Rahmen übernahm. Die Gemeinschaftspastorin Esther Schanz bedauerte in der Predigt über Philipper 4,10-20, dass nun durch die Verabschiedung von Sr. Regina eine große Lücke entstehen würde. Man könne aber von Paulus lernen, dass man in der Nähe von Jesus flexibel bleibt. Paulus hat gelernt, mit viel und wenig auszukommen und dass ein Leben im Glauben an Jesus unabhängig macht von den Besitztümern dieser Welt. „Die evangelische Nonne“, wie Sr. Regina in der Uckermark liebevoll genannt wurde, werfe Fragen nach ihrem Lebensstil auf. Auch wenn dieser einfach ist, wissen Diakonissen auch die schönen Dinge zu schätzen. Mit dem Mangel in der Gemeinde leben, flexibel bleiben und schauen auf das, was Gott noch vorhat, das war der Hinweis aus der Predigt für die kommende Zeit. Die Oberin Sr. Ursula Seebach nahm danach die Entpflichtung von Sr. Regina aus dem Dienst in Prenzlau vor. Anschließend wurde in einem Interview von Esther Schanz mit Sr. Regina Rückschau auf ihre Zeit gehalten, wo aus dem „Nähkästchen“ geplaudert wurde. Ein Grußwort von dem Chrischona-Gemeinschaftswerk überbrachte Wieland Müller. Vor dem gemeinsamen Mittagessen bedankte sich Sr. Regina bei allen Anwesenden für die lieben Worte und Grüße zu ihrem Abschied. Sie wird in das Feierabendhaus nach Lörrach umziehen und dort ihren Ruhestand mit neuen Aufgaben füllen.

Neue Wege sind gefragt

Seit jeher haben Diakonissen durch ihren diakonisch-missionarischen Lebensstil in unserem Chrischona-Gemeinschaftswerk dazu beigetragen, dass Gemeinden gegründet und Menschen Jesus kennengelernt haben. Viele der Gemeindegründungen gehen auf ihren Einsatz zurück. Mit Sr. Regina endet nun eine Ära. Von nun wird das diakonisch-missionarische Anliegen nicht mehr durch Diakonissen in die Gemeinden gebracht. Wieland Müller ermutigt die Gemeinden sich konkret mit dieser Veränderung auseinanderzusetzen und sich der Frage zu stellen: „Welche neuen Wege können wir gehen, um auch weiterhin einen diakonisch-missionarischen Ansatz in unseren Gemeinden zu leben?“. Im gleichen Atemzug dankt der 1. Vorsitzende all den Diakonissen, die jahrelang treu in den Gemeinden mit angepackt und tatkräftig Jesus gepredigt haben. Sie hinterlassen eine große Lücke.