« Vorheriger Artikel: Selbstfürsorge 
04.10.2016 10:54 Alter: 1 year
Kategorie: Gemeinden
Von: Markus Dörr

Das Ende ist nur der Anfang

Ev. Chrischona-Gemeinde Rheinfelden weiht Treffpunkt Lichtblick ein


Einweihung des „Treffpunkts Lichtblick“ der Chrischona-Gemeinde Rheinfelden

Der „Treffpunkt Lichtblick“ der Chrischona-Gemeinde Rheinfelden ist eröffnet: Er soll ein Begegnungszentrum für Jung und Alt, für Deutsche und Ausländer sein.

Prediger mit Ehefrauen aus 25 Jahren Chrischona-Gemeinde Rheinfelden

Die Prediger und Ehefrauen aus den vergangenen 25 Jahren feierten mit der Chrischona-Gemeinde Rheinfelden.

Jos Tromp hält die Predigt zum 25-jährigen Jubiläum der Chrischona-Gemeinde Rheinfelden.

Jos Tromp hält die Predigt zum 25-jährigen Gemeinde-Jubiläum.

An ihr 25-jähriges Jubiläum wird sich die Evangelische Chrischona-Gemeinde Rheinfelden vermutlich lange erinnern. Mit dem Festgottesdienst am 2. Oktober 2016 weihte sie ihr neues Begegnungszentrum „Treffpunkt Lichtblick“ ein. Es ist ein grosser Meilenstein für die kleine Gemeinde, der nur im Vertrauen auf Gott möglich war. Und doch ist es erst der Anfang.

Vision als Antrieb

Zur Chrischona-Gemeinde Rheinfelden zählen sich aktuell 56 Mitglieder. Deren Spenden reichen nicht aus, um einen Prediger Vollzeit anzustellen. Auch besitzt die Gemeinde keine finanziellen Rücklagen und hat kaum Handwerker in den eigenen Reihen. Dennoch hat sie ein Bauprojekt umgesetzt, das schlüsselfertig 1,2 Millionen Euro kosten würde. Wie war das möglich?
Die Vision der Gemeinde nennt Michael Kock, Vorsitzender des Ältestenrates, als entscheidenden Antrieb: „Die Gemeinde wollte nicht nur ein Gebäude für die eigenen Gottesdienste bauen, sondern ein Begegnungszentrum errichten, das ein Lichtblick sein soll – für Jung und Alt, für Deutsche und Ausländer, für Christen und Nicht-Christen.“ Ausserdem beschreibt Michael Kock zwei biblische Prinzipien, welche die Gemeinde beim Bauprojekt angewendet hat: das Auslegen eines Vlieses und das „Prinzip Zufall“.

Wie das Prinzip Zufall funktioniert

Zunächst wünschte sich die Gemeinde – wie Gideon beim Auslegen des Vlieses – eine Bestätigung von Gott, ob sie ihre grosse Vision wirklich realisieren soll. Gelegenheit dafür bot der Kauf des Grundstücks. Innerhalb von nur zwei Wochen gelang es, 80.000 Euro aufzubringen. Während des Bauprojekts habe die Gemeinde immer wieder erlebt, dass denen, die Gott lieben, alle anderen Dinge zufallen (Opens external link in new windowRöm 8,28). Dies bezeichnet Michael Kock als das „Prinzip Zufall“. So erhielt die Gemeinde Spenden, Fördermittel, Nachlässe und Sachgeschenke im Wert von rund 120.000 Euro. Hinzu kamen die günstige Zinssituation und eine enorme Eigenleistung von rund 15.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden. „Mit dem Prinzip Zufall zu leben, erfordert Vertrauen und Mut. Vieles ergibt sich erst nach dem Losgehen. Aber die Einweihung unseres Begegnungszentrums ist Beleg: Das Prinzip Zufall funktioniert. Gott hat sich als grosszügig, kreativ, humorvoll und überraschend erwiesen“, freut sich Michael Kock.

Dranbleiben statt ausruhen

Auch Jos Tromp war die Freude über diese Entwicklung anzusehen. Der Gründer der Chrischona-Gemeinde Rheinfelden und heutige Opens internal link in current windowRegionalleiter des Chrischona Gemeinschaftswerks Deutschland (CGW) hielt die Predigt. Darin sprach er Klartext: „Ruht euch nicht auf dem Erreichten aus, diese Räume füllen sich nicht von alleine.“ Schliesslich wäre Petrus nach dem mutigen Schritt aufs Wasser des Sees Genezareth abgesoffen, hätte Jesus ihn nicht gerettet. Daher sei es für die Zukunft wichtig, zuallererst auf Jesus zu schauen und nicht auf die Gefahren. „Liebe Rheinfelder, bleibt dran“, schrieb Jos Tromp seiner einstigen Gemeinde ins Stammbuch.

Gottvertrauen zahlt sich aus

So war der fröhlichen Feier anzumerken, dass der Meilenstein nur ein Zwischenziel ist. Noch ist die Vision des „Lichtblicks“ nur teilweise umgesetzt, etwa mit der Fahrradwerkstatt oder einem Nähkurs für Flüchtlinge. Aber die Gemeinde geht die nächsten Schritte mit der Gewissheit, dass sich Vertrauen auf Gott auszahlt. Oder wie Jos Tromp es formulierte: „Den Vertrauensschritt habt ihr in der Vergangenheit mehrfach gemacht. Den gibt’s in Zukunft dauerhaft“.