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26.04.2016 10:18 Alter: 2 yrs
Kategorie: Chrischona Gemeinschaftswerk Deutschland
Von: Markus Dörr

CGW 3.0

Strategietag 2016 des Chrischona Gemeinschaftswerks Deutschland


Wieland Müller, 1. Vorsitzender des Chrischona Gemeinschaftswerks Deutschland

Wieland Müller fordert das CGW nach seiner Wiederwahl auf, sich neu zu erfinden.

CGW-Strategietag 2016 mit Delegiertenversammlung in Worms (Bild: © Uwe Rannefeld)

Beim CGW-Strategietag 2016 diskutieren rund 150 Delegierte und Mitglieder der Gemeindeleitungen über Vor- und Nachteilen eines möglichen Netzwerkes des CGW mit dem Evangelischen Gemeinschaftsverband Pfalz.

Das Chrischona Gemeinschaftswerk Deutschland (CGW) hat auf seinem Strategietag 2016 in Worms den Weg in die Zukunft gebahnt. Wieland Müller wurde als 1. Vorsitzender wiedergewählt. Er rief die Version 3.0 des Gemeinschaftswerks aus – eine Aufforderung, sich neu zu erfinden.

CGW will sich auf Kernauftrag konzentrieren

Mit 97 Prozent der Stimmen wurde Wieland Müller von den CGW-Delegierten als 1. Vorsitzender für die nächsten fünf Jahre wiedergewählt. Er stellte aber klar, dass nicht alles weitergehen dürfe wie bisher: „Wie können wir dazu beitragen, dass Menschen Jesus kennenlernen? Auf diesen Kernauftrag wollen wir uns noch mehr konzentrieren.“ Dafür nannte er drei Strategien: Die mehr als 60 Chrischona-Gemeinden sollten sich verstärkt um Menschen ausserhalb der Gemeinden kümmern, zum Beispiel um Flüchtlinge. Das CGW sollte sich wieder neu über Jesus und seinen Auftrag definieren. Indem es beispielsweise neue Gemeinden gründet oder Fresh X-Projekte unterstützt. Die Opens internal link in current windowCGW-Geschäftsstelle versteht sich als dienende Geschäftsstelle für die Gemeinden. Sie sollte deren missionarische Initiativen und deren Eigenverantwortung in Personal- und Immobilienfragen noch stärker fördern.

3 CGW-Entwicklungsphasen

Warum CGW 3.0? Bis 1997 gab es die erste Version des Chrischona Gemeinschaftswerks, das noch sehr eng mit der Pilgermission St. Chrischona verzahnt war. 1997 folgte aufgrund der Strukturreform die Gründung eines eigenständigen Vereins im internationalen Chrischona-Verband. Aktuell stehe CGW 3.0 bevor, weil das Werk sich in einem Prozess der Umstrukturierung befinde. „Wir kommen in eine Zeit der Veränderung, aber halten auch an Bewährtem fest. Das CGW bleibt auf pietistischem Kurs und gut vernetzt mit Opens external link in new windowChrischona International sowie dem Gnadauer Gemeinschaftsverband“, stellte Wieland Müller fest.

Normalzustand: Wildwasser

Damit knüpfte der 1. Vorsitzende an die Impulse von Wilf Gasser an. Der Schweizer Chrischona-Pastor und Leiter des Instituts für Führung und Gemeinde-Entwicklung (Opens external link in new windowifge) hatte den Strategietag mit einem Referat eröffnet. Er diskutierte gemeinsam mit den rund 150 Delegierten und Mitgliedern von Gemeindeleitungen die Entwicklungsphasen von christlichen Gemeinden und Werken. „Wildwasser meistern, ist der Normalzustand. Wenn wir in die Zukunft gehen wollen, die Gott vorbereitet hat, müssen wir Entwicklungsschritte gehen“, riet Wilf Gasser.

Das nächste Update

Eine konkrete Idee ist die Vernetzung des Chrischona Gemeinschaftsverband Deutschland mit dem Evangelischen Gemeinschaftsverband Pfalz. Wilf Gasser diskutierte mit den Delegierten die Vor- und Nachteile eines solchen Netzwerkes. Anschliessend entschieden sie sich dafür, dass der CGW-Vorstand weitere Gespräche mit dem Pfälzer Verband ergebnisoffen führen sollte. Jos Tromp, CGW-Regionalleiter, stellte fest: „Ziel ist ein Gebilde, bei dem für beide Gemeinschaftsverbände mehr herauskommt, als wir hineinstecken müssen.“ Das wäre das nächste Update fürs CGW 3.0.